von Ohad Talmor
Adaptierung der Messe Nr. 3 in f-moll von Anton Bruckner für Jazz-Nonett
(Auftragskomposition des Musikfestivals "Brucknertage St. Florian 2008")

Besetzung:
Ohad Talmor - Komposition, Leitung, Tenor Saxophon
Judith Berkson - Gesang, Keyboard
Shane Endsley - Trompete
Pete McCann - Gitarre
Mark Ferber - Schlagzeug
SPRING STRING QUARTET
Christian Wirth - 1. Violine, Elektrische Violine
Marcus Wall - 2. Violine
Julian Gillesberger - Viola
Stephan Punderlitschek - Violoncello

Werksbeschreibung:
Ohad Talmors Transformation von Bruckners 3. Messe stellt den Versuch einer völlig neuen "Lesart" des Originalwerkes dar, geschrieben für eine neue Generation von Spitzenmusikern mit multikulturellem Hintergrund, die sowohl über eine gediegene klassische Ausbildung als auch über großes improvisatorisches Können verfügen. Talmors Musik erlaubt eine ikonoklastische Erkundung der Klänge, Klangtexturen und Melodien, wobei sie jedoch stets dem Geiste Bruckners treu bleibt und so großen Respekt vor dem Meister zum Ausdruck bringt.
Texte:
Teile des lateinischen Messtextes wurden durch andere Texte ersetzt, wie z.B. der Text des Sanctus basiert auf einer Ode an die Hoffnung und an das Gute im Menschen aus Charlie Chaplins Film "Der große Diktator". Als Text zum Agnus Dei wurde ein Gedicht von Ohads Vater mit dem Titel "Hevel" (EItelkeit) verwendet.
Detaillierte Werkbeschreibung + Musikerbiographien (.pdf - 110kb)
Liedtexte (.pdf - 130kb)
Siehe auch: Video
Thomas Mandel & The Temporary Jazz Orchestra, feat. the SPRING STRING QUARTET

Bruckner war ein Miles Davis des 19.Jahrhunderts, gefeierter Orgelvirtuose, der immer, wenn eine neue Orgel eingeweiht wurde, eingeladen war zu improvisieren. Von Dresden bis London, von Wien bis Mailand war er unterwegs, um sein improvisatorisches Können zu demonstrieren. Bei diesen Konzerten erprobte er auch immer wieder Themen und Formales, das dann in seinen Symphonien zu Fixiertem wurde.
Der Linzer Komponist und Saxofonist Thomas Mandel hat in der langjährigen Beschäftigung mit dem Symphoniker Bruckner gelernt, sich mit Respekt und gleichzeitiger Offenheit dem Meister zu nähern und das Zeitgemäße seiner Werke musikalisch transparent zu machen. In seiner musikalischen Übersetzung transformiert er mit dem Temporary Jazz Orchestra - elf Virtuosen aus dem Grenzbereich zwischen Klassik und Jazz - Bruckners V. Symphonie in die Musiksprache des 21.Jahrhunderts.
Thomas Mandel absolvierte an der Linzer Bruckner-Uni und der Musikhochschule in Wien mehrere musikalische Studien, darunter Komposition (G.Waldek). Sein Hauptinteresse als Komponist gilt Genre übergreifenden orchestralen Werken, als Saxofonist interessiert ihn naturgemäß die Improvisation. Die Beschäftigung mit dem großen oberösterreichischen Symphoniker Bruckner lag quasi auf der Hand. Und jetzt groovt er. Der Bruckner!
Thomas Mandel - Konzept, Musikalische Gesamtleitung, Saxofon
Christian Wirth - 1.Violine
Marcus Wall - 2.Violine
Julian Gillesberger - Viola
Stephan Punderlitschek - Violoncello
Wolfram Derschmidt - Kontrabass
Gerd Rahstorfer - Flügelhorn, Trompete
Wolfgang Bründlinger - E-Gitarre
Marco Palewicz - Klavier, Syntheziser, Dj-ing
Engelbert Gagl - Pauke, Schlagwerk
Erwin Drescher - Schlagzeug
CD (Livemitschnitt) auf Anfrage erhältlich

Fotos. J. L. Knaepen
Lee Konitz (Altsaxophon), Ohad Talmor (Arrangeur, Klarinette und Bassklarinette)
Das Lee Konitz String Project führt einen der lyrischsten und erfindungsreichsten
Improvisatoren des Jazz, die amerikanische Cool-Jazz-Legende Lee Konitz,
mit dem SPRING STRING QUARTET zusammen.
Das Projekt setzt sich aus folgenden zwei Teilen zusammen:
Erstens werden Adaptionen von französischen Impressionisten wie Claude
Debussy, Maurice Ravel und Erik Satie interpretiert. Im Gegensatz zu anderen Versuchen,
klassische Interpretationen mit improvisiertem Jazz zu verschmelzen, würdigt
dieses Projekt beide Traditionen in gleichem Maß und Umfang.
Zweitens beinhaltet dieses Projekt auch Neukompositionen von Lee Konitz, die
für diese Formation geschrieben wurden. Arrangeur ist der in New York
lebende israelische Musiker und Komponist Ohad Talmor.
Jene neuen Werke von Lee Konitz wurden auch bereits auf CD eingespielt: INVENTIONS
(2006, Omnitone Records, USA)
Mehr Infos unter www.omnitone.com
LEE KONITZ,
Altsaxophonist Jahrgang 1927, "one of the greatest stylists in Jazz"
(Gerry Mulligan), hat einer der kreativsten und fruchtbarsten Karrieren im modernen
Jazz hinter sich. Nach ersten Erfahrungen im Stan Kenton Orchestra, den innovativen
kleinen Ensembles von Pianist Lennie Tristano oder dem Miles Davis "Birth
of Cool" Nonett, entschied sich Lee Konitz, als Freelancer zu arbeiten. Seitdem
ist er auf der Höhe der Post-Bop-Improvisation geblieben. Arbeiten mit Gerry
Mulligan, Warne Marsh, als auch nochmals mit Miles Davis (Ezz-thetic)und Tristano
(Live Album Lines) folgten, als auch ein weiteres Trio mit Elvin Jones und contemporary
avant-garde Projekte mit Andrew Hill und Derek Bailey. Es gibt auch eine bis heute
beachtenswerte Solo Aufnahme (Lone Lee) und eine Reihe von Duo Projekten mit Musikern
wie Gitarrist Jim Hall, den Tenorsaxofonisten Richie Kamuca und Joe Henderson
oder Posaunist Marshall Brown. Das "Lee Konitz String Project", mit
dem Konitz nun mit Ohad Talmor und dem Spring String Quartet auf Tour geht, zählt
zu den innovativsten Spezialitäten im Modern Jazz.
OHAD TALMOR,
ist Lee Konitz zum ersten Mal 1990 in Genf begegnet. 1994 und 1995 bereisten beide
Musiker Europa mit einem großen Ensemble, darunter vier Streicher, fünf
Bläser und eine Rhythmusgruppe, um Talmor's ehrgeizige "Suite for Lee
Konitz" aufzuführen.
Darüber hinaus ist Konitz auch mit Talmor's Septett aufgetreten. Ohad Talmor
ging 1995 für ein Kompositionsstudium an die Manhattan School of Music nach
New York, seitdem lebt er dort. Neben seiner Tätigkeit als Komponist und
Arrangeur ist er wiederholt als begabter Tenorsaxophonist auf der Bühne und
auf CDs mit Dave Douglas, Billy Hart, Chris Potter, Chris Speed, Jim Black, Roy
Nathanson's Dark Star Lounge Big Band, Steve Swallow Sextet und Carla Bley Big
Band in Erscheinung getreten. Darüber hinaus ist er Bandleader von "The
Other Quartet" und vom "M.O.B. Trio" (mit Bassist Bob Bowen und
Schlagzeuger Matt Wilson). Weitere Projekte mit einem Quartett feat. Jason Moran,
einem Septett mit Musikern der New Yorker Szene und einem Trio ("Scent of
the Morning Dew", which explores Ohad´s Jewish heritage as well as
northern Indian music).
"Stürmische Zeiten, mein Schatz"heißt das neue Programm von Konstantin Wecker, unterstützt von seinem langjährigen, kongenialen Begleiter, Jo Barnikel, und dem furiosen Spring String Quartet.
Zwei Flügel, vier Streicher
Dass die Botschaft der Liebe nicht überhört wird, garantiert rund um Konstantin Wecker eine Besetzung auf musikalischem Weltklasse-Niveau.
Jo Barnikel darf nach nunmehr 18 Jahren an Weckers künstlerischer Seite als bekannte Größe vorausgesetzt werden. Auch im aktuellen Programm kann man sich auf das virtuose Zusammenspiel des "musikalischen Liebespaares" Wecker-Barnikel an zwei Bösendorfer Konzertflügeln freuen.
Neben diesen beiden Großmeistern steht mit dem Spring String Quartet noch ein musikalisches Großereignis der Extraklasse auf der Bühne: Christian Wirth (Violine), Marcus Wall (Violine), Julian Gillesberger (Viola) und Stephan Punderlitschek (Violoncello) - das Starensemble im Grenzbereich zwischen Klassik, Jazz, Genie und Wahnsinn - werden neben neuen Interpretationen von Wecker - Songs auch klassische Werke und freie Improvisationen zu einem stürmischen Liebesprogramm beitragen.

Foto: Angele Shat
Mehr Infos und Kritiken (pdf, 300kb)
Bookinganfragen:
für Deutschland: UD Promotion, Uwe Darkow, Tel. +49 2054 1244759
für Österreich: MusicArte, Julian Gillesberger, Tel. +43 676 3342893
Was verbindet ein Jazz-Klaviertrio mit einem Streichquartett? Sie gelten in ihren Biotopen als die jeweils ästhetischste Form zu musizieren überhaupt.

Christian Mühlbacher's und Christoph Cech's Kompositionen verbinden die beiden Klangkörper zu einem und verleihen der Sehnsucht nach einer speziell verdichteten und ineinander verwobenen Art der Kammermusik Ausdruck, ohne dabei aus den Ohren zu verlieren, dass das Ganze feine Jazzluft atmet. Dabei ist natürlich anzumerken, daß das Trio Mondautos stilistisch wohl genauso weit in die zeitgenössische Musik hineinragt, wie das SPRING STRING QUARTET in Rock und Groove.
Trio Mondautos:
Christoph Cech (piano)
Tibor Kövesdi (bass)
Christian Mühlbacher (drums)
"NO MERCY FOR STRINGS"
S.S.Q. infected by Michael Langer (Gitarre) & Norbert Girlinger (Flöte)
Vier unklassische Streicher, ein Fingerstyle Experte und der Holzflötenprofessor.
Neue Klänge, jazzige Rhythmen, singende Streicher, ein Arrangeur (Michael
Langer), der die Grenzen des Machbaren auslotet. All dies, gepaart mit der Spielfreude
der sechs Freunde, ergibt eine höchst elektrisierende Bühnenspannung.
No Mercy for Strings - Popmusik, Blues, Funk, Jazz, Balladen, ...
Die musikalischen Partner des S.S.Q.:
Michael Langer: er gewann das "American Fingerstyle Guitar Festival" und wurde vom amerikanischen "Guitar Player" mit dem Titel "bester Acoustic Fingerstyle Gitarrist" ausgezeichnet. Michael leitet eine Gitarrenkllasse an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz.
Norbert Girlinger: Weltweit gefragter Solist und Kammermusiker, wobei
er die ganze Flötenfamilie von Piccolo bis Octobass verwendet.
Auf der Suche nach neuen Klangfarben kam er nach vielen Klangexperimenten mit
verschiedenen Materialien auf die selten gebräuchliche zylindrische Holzflöte.
Er ist vermutlich weltweit der einzige Flötist, der von Bassflöte bis
Piccolo ausschließlich in Holz gefertigte Instrumente spielt. Seit 1989
leitet er eine Flötenklasse an der Anton Bruckner Privatuniversität
Linz.
Siehe auch: Video
Spring String Quartet & Hannes Raffaseder
Das Streichquartett ist seit der Wiener Klassik die bedeutendste Besetzungsform und Gattung der Kammermusik, es gilt als die "Königsdisziplin" unter den Kammermusikformen. Einen wesentlichen Impuls zur Gattungsgründung setzte Joseph Haydn. 200 Jahre nach Haydns Tod kommt es nun zu einer Begegnung des klassischen Streicherklangs mit den experimentellen Sounds aktueller Live- Elektronik.
Den Anfang bildet eine Streichquartett-Komposition von Joseph Haydn. Diese wird digital aufgenommen und in Echtzeit weiter bearbeitet. Gibt es zu Beginn noch klare Trennlinien zwischen Quartett und Live- Elektronik, zwischen akustischen und elektronischen Klängen, zwischen Komposition und Improvisation, so lösen sich diese im Laufe der Performance mehr und mehr auf....
2006:
2005:
2004:
2002:
2001:
2001/2000:
1998:
